„Ich glaube, es geht dabei auch um die Angst vor dem Kontrollverlust. Denn ein selbständiges Lebewesen lässt sich viel schwerer steuern und kontrollieren als eine Maschine. Und das klassische Projektmanagement wird sich außerdem ziemlich überfordert fühlen, wenn man ihm plötzlich nicht nur die Erreichung von mechanischen Projektzielen, sondern das Zurweltbringen lebendiger Systeme abverlangt…“ DOWNLOAD provocatio 6 PDF
Lebendige Systeme
6. Juni 2010Wozu Projekte?
27. April 2010„Ich finde diese Definition nämlich nicht nur äußerst abstoßend, sondern vor allem erklärt sie mir nichts. Wozu sollte ich jemals etwas derartig Grauenhaftes in Angriff nehmen?“ DOWNLOAD provocatio 5 PDF
Modelle im Projektmanagement
11. April 2010
«Deshalb werde ich immer den Brauch der alten tüchtigen Baumeister [d.h. derjenigen der Antike] gutheißen, nicht nur durch Pläne und Zeichnungen (perscriptione et pictura), sondern auch an der Hand von Modellen (modulis exemplariisque) aus Holz oder was immer, das gesamte Bauwerk und die Maße jedes einzelnen Gliedes nach den Ratschlägen der gewiegtesten Fachleute immer und immer wieder genau abzuwägen. Und zwar sollen sie vorher geprüft werden, bevor du etwas anderes in Angriff nehmen wirst, was Kosten und Mühe erfordert.» DOWNLOAD provocatio 4 PDF
Konstruktivismus im Projektmanagement
28. März 2010In der dritten Ausgabe unserer „provocationes“ geht es um die aktuelle Sichtweise, dass Organisationen und Systeme heute weniger als etwas Maschinenhaftes und mehr als etwas Lebendiges aufgefasst werden: DOWNLOAD “provocatio 3″ PDF.
Wir wünschen wieder viel Spaß beim Lesen und freuen uns über alle „reactiones“ an dietmar-schoder@wbs-tool.net!
Systemisches Projektmanagement
23. März 2010Hier geht es zu den Reaktionen auf die erste Ausgabe: DOWNLOAD „reactiones 1″ PDF
Wie wirksam ist es, die Projektmanagementmethoden und -hlfsmittel als „Werkzeugkasten“ aufzufassen und sie „situativ“ einzusetzen? DOWNLOAD „provocatio 2″ PDF
Viel Spaß beim Lesen!
Projektziele
14. März 2010Woher kommt die fixe Vorstellung, dass ein Projekt Ziele haben muss?
Viel Spaß beim Lesen!
Istdatenerfassung im WBStool
22. Februar 2010Die Istdatenerfassung im WBStool soll möglichst zeitnah auf Arbeitspaketebene erfolgen, und sie soll nicht zu detailliert sein. Außerdem soll jeder, der Istdaten erfasst, einen guten Grund dafür haben, weil sich dadurch nicht nur das Steuern der einzelnen Arbeitspakete und das gesamte Projektcontrolling, sondern auch die Teilnahme an der Teamarbeit für jeden einzelnen stark vereinfacht.
Daher erfasst jeder an einem AP Mitarbeitende über die Stunden und die Bemerkung (siehe Menüpunkt „Istdaten“ zu jedem AP – rechte Maustaste), was er an einem AP gearbeitet hat. Bei dieser Erfassung wird auch die Geschichte der bisherigen Arbeiten am konkreten AP für jeden sichtbar angezeigt. (Durch die Eingabe von null Stunden und einer Bemerkung lassen sich außerdem Hinweise und Botschaften an andere zum einzelnen AP erfassen.)
Für die persönliche Auswertung dieser Istdaten gibt es den Menüpunkt „Export“/“Istdaten“, und für die Kooperation im Team kann jeder Berechtigte den Projekte-RSS-Feed und den täglichen Projekt-Newsletter abonnieren, welche beide vom WBSteam Server* automatisch aus den erfassten Istdaten zusammengestellt werden.
* Von uns gehostet oder als Inhouse-Server-Lösung, siehe hier
Teamarbeit im WBStool 2.0
2. Februar 2010Der Projekleiter benutzt die WBStool.exe (Version 2.0), plant dort das Projekt (siehe 7 Schritte der Projektplanung), und weist dabei jedem Arbeitspaket den im Zuge der Projektplanung vereinbarten Arbeitspaket-Verantwortlichen (per WBStool-Nickname) zu – am einfachsten in der Ansicht: KOSTEN.
Alle anderen im Projektteam benutzen bloß den Web-Access des WBStool* ohne die WBStool.exe. (Für manche Arbeitspakete wird der Projektleiter wohl auch in die Rolle des Arbeitspaket-Verantwortlichen schlüpfen und dafür dann ebenfalls den Web-Access nutzen.)
Der Zusammenhang im Team entsteht durch die Verwendung der eindeutigen Nicknames, die jede Person bei der WBStool-Registrierung wählt, und durch den Menüpunkt „Projekt“/“Sync Server“ in der WBStool.exe des Projektleiters.
Sobald sich daher ein User im WBStool Web-Access* einloggt, erscheint auf seinem Bildschirm (nachdem sich JAVA aufgebaut hat) die Ansammlung „seiner“ Arbeitspakete über alle Projekte hinweg, in denen diesem User vom jeweiligen Projektleiter eine Arbeitspaket-Verantwortung zugewiesen worden ist (siehe 1. Absatz). Der User kann sich dann diese Arbeitspakete auf dem Bildschirm persönlich „zurechtlegen“, indem er sie mit der Maus verschiebt. (Bei Bedarf erlauben Sie bitte Ihrem Browser einmalig Pop-up-Fenster für diese Seite.)
Wenn der User zu einem Arbeitspaket die rechte Maustaste drückt und damit das Kontextmenü öffnet, findet er dort die Istdatenerfassung, die AP-Beschreibung, den Reststunden-Ausblick und die Ressourcenverwaltung zum Arbeitspaket. Außerdem kann er das Arbeitspaket fertig setzen.
Ganz oben auf dem Bildschirm wird dem User auch seine persönliche Arbeitsauslastung als Ressourcenhistogramm über die kommenden Kalenderwochen angezeigt (der Anteil einzelner Arbeitspakete wird darin blau hervorgehoben, wenn die Maus auf ein bestimmtes AP bewegt wird).
* Von uns gehostet oder als Inhouse-Server-Lösung, siehe hier
WBStool 2.0 Web-Access
1. Februar 2010Das WBStool 2.0 stellt dem Projektleiter als WBStool.exe wie bisher die bekannte Planungsfunktionalität für Projekte zur Verfügung, eröffnet aber andererseits die Option „Sync Server“ im Menüpunkt „Projekt“. Diese Funktion spielt alle Arbeitspakete, die einen registrierten Nickname als Arbeitspaket-Verantwortlichen haben, auf unseren WBStool-Server*.
In der Folge können sich registrierte User mit ihrem Nickname auf der Homepage des WBStool einloggen und dort ihre Arbeitspakete über alle Projekte hinweg verwalten. Damit entsteht die Möglichkeit der Teamarbeit per Web.
Istdaten, die auf diese Art von den einzelnen Arbeitspaket-Verantwortlichen des Projektteams im Web erfasst wurden, werden beim nächsten Aufruf der Funktion „Sync Server“ durch den Projektleiter in der WBStool.exe in das jeweilige Projekt zurückgespielt.
(Hinweis: der WBStool Web-Access erfordert JAVA.)
* Von uns gehostet oder als Inhouse-Server-Lösung, siehe hier
Projektmanagement
26. Januar 2010Solange man die zwei Systeme nicht auseinanderhält, um die es in einem Projekt geht, präsentiert sich Projektmanagement als eine schrecklich komplizierte Aufgabenstellung.
Wenn man aber das beschriebene Bild vor Augen hat, dass es in einem Projekt um eine „Gebärmutter“ auf der einen Seite, und um das „Kind“ auf der anderen Seite geht – beides im übertragenen Sinn -, dann reduziert sich die Aufgabe des Projektmanagement quasi auf die Versorgung der Gebärmutter mit dem, was sie dafür benötigt, um am Schluss ein gesundes, lebendiges Kind hervorzubringen.
Projektmanagement muss also jenem sozialen System, das landläufig „Projektteam“ heißt und das wir „Projektorganisation“ nennen (wir meinen damit die handelnden, verantwortlichen Personen in ihren Rollen im jeweiligen Projekt), bloß alles geben, was es braucht, um am Schluss das Projektergebnissystem hervorzubringen und in Gang zu setzen.
Konkret und pragmatisch kümmert sich Projektmanagement daher um die Führung der Projektorganisation, also um den Projektstart, die Projektplanung, das Projektcontrolling, die Projektkoordination und den Projektabschluss. Projektmanagement konzentriert sich somit auf nur eines der beiden herausragenden Systeme im Projekt.
Anders gesagt: Projektmanagement kümmert sich bloß intensiv um die Gebärmutter, nicht um das Kind.
Dieses der Biologie entnommene Bild zeigt damit auch die Grenzen des Projektmanagement: es können ja genetische Defekte des Fötus nicht von der Gebärmutter repariert werden. Und ebensowenig kann eine unrealistische, substanzlose, „kranke“ Projektidee zum Erfolg führen – auch nicht mit intensivem Einsatz von Projektmanagement.
Z.B. im Bauprojekt wird das schnell deutlich: das Gebäude wird nicht vom Projektleiter geplant, sondern vom Architekten, vom Statiker und vom technischen Zeichner. Und das Haus wird nicht vom Projektleiter gebaut, sondern von den Maurern und Handwerkern. Ähnlich verhält es sich im IT-Projekt: die Software wird vom Systemarchitekten entworfen, von den Programmierern hergestellt und von den Testern getestet. Insgesamt entscheiden die Kompetenz all dieser handelnden Personen und die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit über den Erfolg.
Projektmanagement konzentriert sich also nicht wirklich auf das Ergebnissystem. Sondern auf die konkrete (Zusammen-)Arbeit jener Menschen, die es entwerfen, erzeugen und in Gang setzen.